Eine nasse Angelegenheit

Bei über 30 °C war es eher eine Belohnung für die 22 Kornuten, die am letzten Samstag gegautscht wurden. Die Zuschauer schauten fast neidisch zu, wie sie in die Bütt geworfen wurden, die mit eisgekühltem Wasser gefüllt war. Auch unsere beiden (Ex-)Lehrlinge wurden getauft.

Begleitet von einem Dudelsack-Pfeifer und einigen kurzweiligen Vorreden wurden die frisch gebackenen Gesellinnen und Gesellen von den Packern zunächst gründlich gewaschen, um den Dreck der Lehrzeit zu entfernen. Die Ausbilder, Kollegen und Familien aus dem Publikum gaben wertvolle Tipps, damit Packer und Schwammhalter auch angemessen gründlich vorgingen ("Döppt sie bis die kleinen Bläschen kommen!").

Noch im Fass stehend durften die Täuflinge einen Krug Bier zur Reinigung von innen leeren. Die meisten Gesellinnen schafften dies in einem Zug, während die Gesellen oft mehrfach ansetzen mussten.

Gautschmeister Dirk Schaefers (links) und das Gautschkollegium
Gautschmeister Dirk Schaefers (links) und das Gautschkollegium

Einer der Zuschauer hätte besser nicht erwähnt, dass er nach seiner Ausbildung noch nicht gegautscht wurde. So holten ihn die Packer kurzerhand von seiner gemütlichen Bank und tauften nach. Besser spät als nie!

Auch wir kennen den einen oder anderen Kollegen, der sich genau aus diesem Grund nie bei den Gautschfesten blicken lässt. Schade!

Zum Abschluss bekamen die Gesellinnen und Gesellen ihren Gautschbrief, mit dem sie jederzeit ihre Taufe belegen können, überreicht. In geselliger Runde ließen wir das Fest mit kühlen Getränken ausklingen.