• 14.10.2015
Katalogproduktion

In Zeiten sinkender Druckbudgets, wenn selbst Giganten wie Neckermann die Katalogproduktion einstellen, fragt man sich, ob es überhaupt Sinn macht, sich Gedanken über die automatisierte Seitenproduktion zu machen. Bei genauerer Betrachtung stellt sich aber heraus, dass die Summe gedruckter Seiten zwar sinkt, die Anzahl unterschiedlicher produzierter Seiten aber stark steigt.

Ein Katalog wird zum Beispiel zur Eroberung neuer Märkte in unterschiedlichen Sprachen und mit unterschiedlichen Preisen und Sortimenten produziert. Das multipliziert die Anzahl produzierter Seiten, auch wenn nicht jede davon gedruckt wird (oft werden Fremdsprachenvarianten nur digital produziert und per Internet verbreitet, oder sie werden in kleinsten Auflagen im Digitaldruck produziert).

Wie ich im letzten Artikel bereits gezeigt habe, erfordert eine manuelle Arbeitsweise, die Informationen in den verschiedenen Katalogversionen (Sprachen oder Sortimente) synchron zu halten, nicht nur viel Arbeit, sondern auch einen ausgefeilten Workflow, um nicht den Überblick zu verlieren. Ein solcher Workflow erhöht naturgemäß den Arbeits- und Zeitaufwand und somit auch die Kosten.

Auf diese Kostensteigerung kann man in unterschiedlicher Weise reagieren. Man könnte weniger Sprachen oder weniger Seiten produzieren. Beides führt zu einer Verringerung des Aufwands, aber auch des Informationsgehalts. Auf eine Sprache zu verzichten, bedeutet evtl. sogar, auf den entsprechenden Markt zu verzichten. Einen Teil der Kataloge nicht mehr zu drucken, verringert die Druckkosten, die Kosten, die Seiten zu erstellen, lassen sich damit nicht verringern.

Am sinnvollsten ist es also, die Produktionskosten pro einzelner Seite zu senken, ohne den Informationsgehalt zu verringern. Wie so oft lautet das Zauberwort Automatisierung.

Da sich viele Teile in Produktpräsentationen wiederholen (z. B. gleiche Gestaltung oder gleiche Darstellung der Merkmale mit lediglich unterschiedlichen Werten), lässt sich hier ansetzen.

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  • 26.03.2015
PIM im Zentrum des Crossmedia-Publishing-Projekts

Ein Produkt-Informations-Management-System (PIM) ist eine Datenbank, die so konzipiert wurde, dass sich Produktdaten optimal pflegen lassen. Ein PIM kann also auch eine allgemeine Datenbank wie Oracle, MS SQL, MySQL oder sogar Filemaker sein, wenn man das Know-How besitzt, passende Datenstrukturen und Eingabefunktionen zu erstellen (in der Regel stellt eines dieser Datenbanksysteme den Unterbau dar).

Im PIM werden die Produktinformationen medienneutral abgelegt. Medienneutral heißt, dass die Informationen unabhängig von ihrer Verwendung gespeichert werden. Das ist insbesondere in Crossmedia-Publishing-Projekten unumgänglich, schließlich will man die Daten in unterschiedlichen Medien verwenden. Meist bietet ein PIM eine Textdatenbank für die Speicherung der Texte. Für weitere Medien (Bilder, Filme, Datenblätter ...) wird in der Regel ein MAM (Media Asset Management) oder DAM (Digital Asset Management) angebunden.

Produktinformationen sind so individuell, wie die Produkte, die sie abbilden. Ein Automotive-Hersteller benötigt für seine Produkte ganz andere Informationen als ein Elektrotechnik-Handel, auch wenn es Überschneidungen gibt. Daher ist ein PIM kein Produkt, das man „von der Stange“ kaufen kann. Das Produkt dahinter stellt einen Grundstock dar, der auf die eigenen Bedürfnisse angepasst wird. In der Regel gehört dazu auch ein Workflow-Konzept, das die Rollen, Rechte und Ziele im Unternehmen berücksichtigt.

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  • 22.09.2014

Als Druckerei mit eigener Premedia-Abteilung erstellen wir eigentlich schon immer Kataloge in mehreren Sprachen, Varianten und Sortimenten. Früher bedeutete das, dass wir tagelang Inhalte einpflegen. Vieles davon wird heute nicht einmal mehr gedruckt sondern findet seinen Weg ins Internet. Oft noch als PDF (was in der Regel nicht das optimale Format darstellt), immer häufiger aber in anderen Formaten werden die Produktinformationen in den digitalen Medien und sozialen Netzwerken publiziert.

In den meisten Unternehmen werden die Publikations-Kanäle getrennt voneinander verwaltet und befüllt. Noch sammeln die wenigsten Unternehmen ihre Informationen an zentraler Stelle und speisen von dort die Kanäle. Dabei zeigt sich, dass die Konzentration auf einen Kanal allein selten den optimalen Erfolg bringt. Die richtige Mischung entscheidet über den Erfolg der Werbung.

An dieser Stelle werden wir in loser Folge zeigen, was Cross-Media-Publishing ist, welche Vor- und Nachteile es bietet, und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um ein erfolgreiches Cross-Media-Publishing-Projekt umzusetzen.

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  • 22.09.2014

Während viele Unternehmen ihren Internet-Auftritt bereits mit einem Content-Management-System pflegen und auch für den Webshop auf eine Datenbankanbindung setzen, scheint es zur Zeit noch großen Unternehmen vorbehalten, ihre Produktinformationen zentral zu verwalten und auch in andere Kanäle (Print, Digital Publishing) auszugeben.

Die meisten Unternehmen verarbeiten ihre Produktinformationen noch mehrfach: Print-Publikationen (Kataloge, Preislisten, Datenblätter) werden in der (oft externen) Satzabteilung im Layoutprogramm erstellt, der Webshop besitzt eine eigene Oberfläche zur Pflege der Artikel-Informationen und oft nur eine Schnittstelle zum Warenwirtschaftssystem, um Preise und Lagerbestände zu importieren und aktuell zu halten. Handelt es sich beim Internet-Auftritt nicht um einen Webshop, werden die Produktinformationen manuell zusätzlich gepflegt. Elektronische Marktplätze müssen manuell bestückt werden, da es an Schnittstellen auf Seiten des Webshops mangelt.

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