"A/D-Wandler" "Analog-zu-Digital-Wandler". Eine elektronische Komponente in Scannern und Digitalkameras, die dem CCD-Sensor nachgeschaltet ist und dessen analoge Pegel in digitale Informationen wandelt. Ein 8-Bit-AD-Wandler erzeugt 256 unterscheidbare digitale Werte.
"abfallend / randabfallend" Flächen oder Bilder, die im Endprodukt bis an den Rand reichen sollen, müssen über den Rand hinaus gedruckt werden und werden beim Endbeschnitt angeschnitten. Solche Bilder ragen in der Regel 2-3 mm über den Seitenrand in den Beschnitt hinein und werden als (rand-)abfallend oder angeschnitten bezeichnet.
"Ablegen" Abfärben frischer Drucke auf der Rückseite des darüberliegenden Druckbogens.
"additive Farbmischung" Durch Mischen der drei primären Lichtfarben Rot, Grün und Blau entsteht weißes Licht. Werden nur zwei additive Farben gemischt, entsteht eine subtraktive Grundfarbe, bei der Addition von Rot und Blau, zum Beispiel, Magenta. Nach diesem Prinzip arbeiten Bildschirme und Scanner. Die additiven Grundfarben Rot, Grün und Blau lassen sich im additiven Farbsystem nicht aus anderen Farben mischen.
"Akzidenzdruck" siehe Geschäftsdrucksachen
"Alpha-Kanal" Ein mehrbittiger Kanal (meist 8 Bit), der von Bildbearbeitungsprogrammen wie Adobe Photoshop für spezielle Bearbeitungszwecke benutzt wird, etwa zum Maskieren.
"Andruck/Probedruck" Andruck/Probedruck dient zur Kontrolle der Ton- und Farbwerte vor dem eigentlichen Druck, wird heute meistens durch den Proof ersetzt. Andrucke werden auf speziellen Andruckpressen hergestellt, die schneller umzustellen sind als Druckmaschinen, aber nicht an die Geschwindigkeit von Druckmaschinen herankommen. Vorteil gegenüber dem Proof ist, dass auf dem endgültigen Bedruckstoff gedruckt werden kann und dass auch Sonderfarben gedruckt werden können. Nachteil: es ist teurer als ein Proof.
"Anschnitt" siehe abfallend.
"ASCII" Der "American Standard Code for Information Interchange" ist ein 7-Bit-Code zur Kodierung von Zeichen und Sonderzeichen, der zum Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Computersystemen dient. Wenn überhaupt, wird bei Standard-ASCII das achte Bit als Paritäts-Bit eingesetzt. Beim Extended ASCII werden volle 8 Bit zur Zeichenkodierung benutzt, was die Zahl der kodierbaren Zeichen von 128 auf 256 verdoppelt. Jedoch sind nur die ersten 128 Zeichen genormt, in den folgenden 128 Zeichen sind zum Beispiel die Umlaute kodiert. Auf unterschiedlichen Betriebssystemen (und selbst bei Windows/DOS) sind sie leider unterschiedlich. Zur Umgehung dieser Probleme wurde in jüngster Zeit der 16bittige Unicode entwickelt.
"Auflagendruck" Die Herstellung von Drucksachen. Im Unterschied zum Andruck können (sollten aber nicht) sich Farbveränderungen ergeben, da sich z. B. die Farbe bei längerer Laufzeit der Druckmaschine verändert.
"Auflösung" Man unterschiedet drei Arten von Auflösungen:
Abtastauflösung
Sie gibt an, wie detailgetreu der Scanner einzelne Elemente erfassen kann. Die Maßeinheit hierfür ist dpi. Ein Scanner mit 600 dpi zerlegt ein Quadrat mit einer Kantenlänge von 1 Zoll in 600 x 600 Pixel.
Grauwertauflösung / Datentiefe
Sie gibt an, welche Helligkeitsunterschiede bzw. Farbunterschiede ein Scanner erkennt. Dies wird in Bit angegeben. Beim Scannen wird jeder Grauwert einer bestimmten Stufe zugeordnet und erhält einen "Wert". Jede bestimmte Farbe erhält einen entsprechenden Grauwert pro Grundfarbe. Ein 8-Bit-Scanner z. B. erfasst pro Grundfarbe 8-Bit (=256 mögliche Werte), also bei RGB: 256 x 256 x 256 = 16,7 Mio. mögliche Farben.
Ausgabeauflösung
Gibt die Feinheit einzelner Tonstufen bzw. Graustufen bei der Wiedergabe an. Maßeinheit ist auch hier dpi. Belichter haben in der Regel eine höhere Auflösung als Drucker. Monitore haben meist eine Auflösung von 72 bis 144 ppi (pixel per inch).
"Aufsichts-Vorlagen" Aufsichts-Vorlagen sind nicht transparent, also undurchsichtig wie Fotopapier usw. Das Gegenteil sind Durchsichtsvorlagen.
"Ausschießen" Mehrseitige Drucksachen werden so gut wie nie in einzelnen Seiten gedruckt, sondern in sinnvollen Zusammenstellungen zu z. B. 4, 8, 16, oder 32 Seiten, je nach Verhältnis zwischen Druckbogen und Endformat. Das Anordnen der Seiten (das Ausschiessen) erfolgt nach bestimmten Regeln und ist abhängig von dem Endprodukt (s. Falzschema). Das Ausschiessen kann manuell, mit Filmen oder Papierausdrucken, in der Montage, oder manuell und automatisch vor der Filmbelichtung erfolgen.
"Autoren-Korrektur" Korrekturen des Autors. Meist nachträgliche Änderungen und Korrekturen, die vom Autor vorher nicht berücksichtigt wurden und daher im Satz Mehrarbeit und -kosten darstellen.