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Datenmanagement


Nicht jede Datei, die wir bekommen können wir ohne zusätzliche Arbeit auch belichten und drucken. Warum das so ist, und wie Sie Fehler vermeiden können wollen wir hier kurz darstellen.
Nehmen Sie sich bitte Zeit, Ihr Dokument auf folgende Punkte hin zu überprüfen:




Farben

Oft erhalten wir Dateien, in denen viel zuviele Farben definiert sind. Löschen Sie unbenutzte Farben, verwenden Sie

Volltonfarben

nur für Sonderfarben und

Prozessfarben

nur für den Vierfarbendruck. Geben Sie bei Ihrem Auftrag die Druckfarben an, damit wir eine Kontrollmöglichkeit haben.





EPS-Farben

Farben, die in einem EPS und im Hauptdokument verwendet werden, müssen immer den gleichen Namen haben, da sonst zwei Farben belichtet werden. Ein einfacher Trick ist

1.

das EPS zu positionieren und

2.

die neue Farbe zu verwenden.





Anschnitt

Dateien, die im Endprodukt bis an den Rand reichen sollen, müssen über den

Rand hinaus gedruckt

werden und werden beim Endbeschnitt angeschnitten. Solche Flächen ragen in der Regel 2-3 mm über den Seitenrand in den

Beschnitt

hinein und werden als (rand-)abfallend oder angeschnitten bezeichnet





Bund und Seitenränder

Legen Sie keine Elemente über den

Bundsteg

. Solche Elemente müssen in zwei Hälften aufgeteilt werden, da sie auf unterschiedlichen Druckbögen liegen (Ausnahme sind Mittel- und Umschlagseiten). Insbesondere Texte werden nach dem Heften oder Binden selten passen. Arbeiten Sie bei gebundenen oder gehefteten Drucksachen nicht zu nah am Seitenrand, da das Papier noch

gefalzt oder gebunden

werden muss. Dadurch verringert sich der Innensteg und es kann passieren, dass die ersten Wörter einer Zeile nicht mehr lesbar sind.






Bilder

Achten Sie darauf, dass die verwendeten Bilder nicht zu

stark skaliert

werden. Denn ein Bild, welches zu sehr vergrößert oder verkleinert wird

verliert

an

Qualität

.
Verwenden Sie daher möglichst Bilder im Maßstab 1:1.





Texte

Umfangreiche Texte erfassen Sie am besten in einem Textbearbeitungsprogramm (z.B. Word). Beachten Sie bitte, dass unnötige Formatierungen eher hinderlich als nützlich sind, da im fertigen Layout meist andere Formatierungen verwendet werden. Wenn sie Formatierungen zur

Gliederung

der Texte benötigen, verwenden Sie bitte die entsprechenden Formatierungsfunktionen, damit wir diese leichter löschen können.

Falsche

bzw.

schlechte

Formatierungen sind z.B. Einrückungen durch Tabulatoren oder Leerzeichen. Verwenden Sie die Absatzformatierungs- Funktionen, Absatzzeichen um einen Zeilenumbruch zu erzwingen bzw. Absatzzeichen am Ende jeder Zeile lassen den Text automatisch umbrechen. Verwenden Sie ggfs. geschützte Leerzeichen, falls Wörter nicht auseinander gerissen werden sollten.
Wenn Sie ein Wort trennen möchten, verwenden Sie bitte einen

Trennvorschlag

, aber niemals einen Bindestrich.
Bedenken Sie immer, dass ein Text im fertigen Layout anders umbricht als in Ihrem Textbearbeitungsprogramm. Sinnvoll ist es uns bereits korrigierte Texte zu senden, da dies die Anzahl der Korrekturabläufe verringert. Gerne geben wir Ihnen auch Hilfestellungen oder

Tipps

zur Texterfassung.





Bilddateien

Die häufigsten Bildformate, die wir verwenden sind TIFF und EPS. Häufig bekommen wir JPEG-Dateien, da sich die Digitalkameras immer weiter durchsetzen. Wir sind in der Lage nahezu jedes Bildformat zu konvertieren. Folgende Punkte sind für eine saubere Reproduktion wichtig:
· Die Auflösung der Bilddateien muss hoch genug sein.
· Bei einem Maßstab von 1:1 benötigen wir im Offsetdruck für Farb- und   Graustufenbilder mindestens 254 dpi
· Strichzeichnungen sollten 1000 dpi aufweisen
· Internet-Grafiken haben in der Regel keine ausreichende Auflösung.
Natürlich sollte die Auflösung auch nicht zu hoch sein, da sonst die Verarbeitungszeit steigt. Dateien, die z.B. die doppelte Auflösung wie notwendig besitzen, brauchen für die Belichtung viermal so lang, wie eine passende Datei.
Vektorbasierende Bildformate (CorelDraw, FreeHand, Illustrator etc.) lassen sich problemlos in jeder beliebigen Größe ausgeben. Für großformatige Ausgaben sollten diese Grafiken aber sauber erstellt worden sein, da bei extremen Vergrößerungen Unsauberkeiten schnell auffallen.
Um Bilder vierfarbig zu drucken, müssen wir sie in die vier

Grundfarben CMYK

(Cyan, Magenta, Yellow, Black) zerlegen. Dieses Verfahren wird Separation genannt. Leider sind die meisten Dateien, die wir bekommen, nicht korrekt separiert, so dass wir die Separation erneut durchführen müssen. Das führt zwangsläufig zu Qualitätseinbußen, wie sie mit einem kleinen Trick einfach nachvollziehen können: Legen Sie in Ihrer Bildverarbeitung einen farbigen RGB-Verlauf an (z.B. von Blau nach Rot). Wandeln Sie das Bild in CMYK um und wieder zurück nach RGB. Je öfter Sie nun den Modus wechseln, desto weniger Farbe enthält Ihr Bild.

Beachten Sie folgende Punkte für eine korrekte Farbseparation

:
· verwenden Sie

GCR (Gray Color Replacement)

, um einen guten   Schwarzaufbau mit möglichst wenig Farbauftrag zu erzielen
· der Gesamtfarbauftrag sollte

300 %

nicht überschreiten, da sonst die   Druckfarbe schlecht trocknet und "abschmiert" wenn Sie digital Bilder erstellen
· arbeiten Sie möglichst direkt im

CMYK-Farbraum

oder schalten Sie die   CMYK-Vorschau ein, um Überraschungen nach der Separation zu vermeiden
· bedenken Sie immer, dass der

RGB-Farbraum

sehr viel größer ist, als der   CMYK-Farbraum und nicht alles so gedruckt werden kann, wie es am   Bildschirm aussieht
· prüfen Sie, wie genau Ihr Bildschirm Farben darstellt
· Liefern Sie uns RGB-Bilddaten, wenn Sie bei der Separation unsicher sind
 
 
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Donnerstag, 29.07.2010

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